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	<title>Gastbeiträge - Lila Träume</title>
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	<description>Meine Lebensreise mit MS</description>
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	<title>Gastbeiträge - Lila Träume</title>
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		<title>Gastbeitrag von Tim</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mathias]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Sep 2026 07:25:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gastbeiträge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es war Frühling 2012, angehender Sommer. Erst eine Woche zuvor hatte ich damals die Nachricht vom Arzt bekommen: &#8222;Tim, wenn du weiter Fußball spielst, braucht du mit 30 ein neues Knie&#8220; Der Traum vom Fußball in einem Gespräch geplatzt &#8211; auf der anderen Seite ist gerade die größte Last, die sich über Jahre angestaut hat, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lilaträume.de/gastbeitrag-von-tim/">Gastbeitrag von Tim</a> erschien zuerst auf <a href="https://lilaträume.de">Lila Träume</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Es war Frühling 2012, angehender Sommer. Erst eine Woche zuvor hatte ich damals die Nachricht vom Arzt bekommen: &#8222;Tim, wenn du weiter Fußball spielst, braucht du mit 30 ein neues Knie&#8220;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Traum vom Fußball in einem Gespräch geplatzt &#8211; auf der anderen Seite ist gerade die größte Last, die sich über Jahre angestaut hat, abgefallen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann saß ich auf dieser Treppe, in Kirchheim, auf der SGK, ohne weitere Idee, was ich nun außer Fußball machen könnte. Dann kam der Jugendleiter Thorsten Maas zu mir und sagte: &#8222;Hey Tim, mach doch Jugendtrainer! Wir suchen noch jemand, der mit Matze Fuzon zusammen die B-Jugend trainiert.&#8220;&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erst verdutzt und mit der Frage überfordert schaute ich ihn an: &#8222;Matze wer?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und plötzlich kam dieser Mensch um die Ecke. Lachend, witziger Laufstil und zielstrebig im schnellem Gang auf mich zu. &#8222;Servus, ich bin der Matze, hast du Bock mit Trainer zu machen?&#8220;.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sofort spürte ich eine gewisse Energie, eine empathische Art und wohltuendes Gefühl, gepaart mit &#8222;Ey, das könnte lustig &#8220; werden. Nach paar Tagen Überlegung hab ich zugesagt. Und damit begann meine Story mit Mathias Fuzon.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fast zwei Jahre habe ich mit Matze sowohl die U17 als auch dann die U19 der SGK trainieren dürfen. Die Jugend war &#8222;am Boden&#8220;. Scheint eine anspruchsvolle Aufgabe für Matze und mich zu werden, aber wir gingen es an. Training für Training, Spiel für Spiel. In Abwechslung haben wir immer Bad und Good Coach gespielt; mal ist der eine, mal der andere hinter die Bande verwiesen worden. Mal machte ich die Ansprache, mal Matze. Unvergessen, als er die exakt identischen Pins auf der Taktiktafel nach Frage des Spielers, ob er nicht doch rechts anstatt links spielen könnte, einfach getauscht hatte &#8211; kein Sinn; die Menge tobte. Es folgten Legendäre Auswärtsfahrten, Trainingseinheiten, sogar Abende mit den Jungs; innerhalb kürzester Zeit schafften wir aus einer chaotischen Mannschaft und Spieler ein Team zu formen und wurden sogar Kreispokalsieger- und nicht nur das, sondern ich hatte einen viel größeren Sieg eingefahren: Ich hatte einen wichtigen Menschen in meinem Leben kennen gelernt, mit dem ich nun durchs Leben ging.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach unserer gemeinsamen Trainerzeit blieb unser Kontakt und Freundschaft bestehen. Es folgten unzählige, weltklasse lustige Abende und Treffen bzw. Gemeinsame Zeit. Ob Flying Donat, Einbruch im Zoo bei Flamingos, Wein&amp;Markt&nbsp; Dance Moves, Chicken Nuggets, Heimatbesuche &#8211; alles war dabei. &#8222;Tim, ich humple schon wieder wie ein H*******, ich muss heim!&#8220; &#8211; sich selbst auf die Schippe nehmen :Level Expert. Sogar der Fachbegriff und Kosename &#8222;Scherbe&#8220; entstand. Wir hatten einfach nonstop eine gute Zeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dann irgendwann kam leider die bittere Diagnose. Geschockt nahm ich diese Nachricht auf. Unvergessen als er mir erzählte, dass ihm evtl. der Rollstuhl droht. Doch direkt 10 Sekunden nach dieser Offenbarung schaute er mich an und sagte: &#8222;Niemals geh ich den Rollstuhl, ich geb nicht auf!!!&#8220;.&nbsp; Ab diesem Zeitpunkt war mir bewusst, Matze hat einer der heftigsten Diagnosen erhalten, und schafft es, trotzdem direkt kämpferisch und positiv zu sein. Ab diesem Moment hab ich realisiert, dass er nicht nur ein geiler Typ ist, sondern gerade ein Mindset aufbaut, dass seines gleichen sucht &#8211; oder auch schon vorhanden war, aber ich es erst da gespürt hatte.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ab dann folgten wirklich sehr traurige Stories, die er mit seiner Krankheit erleiden musste. Ich mir oftmals innerlich dachte: &#8222;Fuck, wie hält er das aus!&#8220;. Und trotzdem war nach jeder traurigen Story ein lustiger Spruch dabei, eine positive Einstellung oder Handeln dazu; sofort schaffte er es, diese Negativität im Raum einfach verdunsten zu lassen und ein Orkan von Positivität herbeizuführen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Oftmals kam ich zu unseren Treffen schlecht gelaunt, mit &#8222;meinen Problemen&#8220; und schweren Rucksack. Ich habe das auch noch auf den Tisch gehauen. Bis ich merkte, Tim, straff dich, was hast du für Probleme. Im Gegenteil, Matze schafft es immer, und ich betone &#8222;immer&#8220;, dir ein gutes und positives Gefühl zu geben. Du gehst freudiger aus den treffen raus, du siehst die Welt wieder anders. Das ist ein Skill und eine Eigenschaft, die ich noch nie persönlich erlebt habe.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie kann ein Mensch nur durch seine Art dein eigenes Mindset um 180 Grad drehen? Dir zeigen, was wirklich wichtig ist im Leben, auf was es ankommt, was Menschlichkeit, Empathie und Positivität bedeutet &#8211; einfach faszinierend.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sich über was Beschweren? Fehlanzeige bei Matze Fuzon! Neuer Schub: &#8222;ja, tut weh, aber weiter gehts &#8211; ich habe heute es geschafft, wieder 5 Minuten auf dem Laufband zu laufen, bin krass stolz auf mich!&#8220;. Es sind oftmals die kleinen Dinge im Leben, die uns zeigen, was glücklich sein bedeutet. Wie sehr es uns hilft, mal kurz inne zugehen, zu reflektieren und die Welt von einer anderen Seite zu betrachten. Ob Matze ein Weltmeister darin ist? Ähm ja, Weltmeister nicht, sondern Vorbild für uns alle! Täglich gibst du uns die Message mit, dass das Leben kostbar und kurz sein kann, aber mit einer guten Einstellung zum Leben und vor allem den Wert der Menschlichkeit, ein echt tolles Leben sein kann.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Höhepunkt für mich in unsere Freundschaft war, als Matze unser Trauredner wurde. Ohne zu zögern und mit Ehre gefüllt, sagte er dieser Aufgabe zu. Matze, wir können bis heute sagen, wir hätten uns nichts Besseres vorstellen können und sind mega dankbar, dass du uns diesen tollen Tag mitbegleitet hast!&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun besteht diese Freundschaft schon über 17 Jahre. Mit dir habe ich mit den meisten Kontakt in meinem Leben. Wenn ich nachts um 3 anrufe, wärst du da. Wenn es mir nicht gut geht, hörst du zu.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir uns sehen, rennt die Zeit. Jede Sekunde unserer Zeit ist eine gute Zeit. Obwohl dein Rucksack überdimensional groß ist, schaffst du es, nicht nur alleine den Berg hochzugehen, sondern eine ganze gesellschafft zusätzlich mit hochzuziehen. Und das auch ohne funktionierende Kreuzbänder, du altes Wrack 😉.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Täglich ziehst du Therapien, Physiotermine und Aufbautraining durch. Du managst deine Familie und Tochter, deinen Job, deine Hobbies und deine Freunde. Ich kann es nicht oft genug sagen: Matze, du bist ein Vorbild, ein Macher, ein unbeschreiblich guter Mensch. Mögest du 148 Jahre leben, für immer auch mein Freund sein, und ich dich in jeder deiner Lebenslagen unterstützen werde.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Give that man an Oscar, and more! &#8222;I came for the cake&#8220; &#8211; aber in Wirklichkeit ist hier, um uns alle bewusst zu machen, was wirklich zählt im Leben!</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Liebe,</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deine Scherbe!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lilaträume.de/gastbeitrag-von-tim/">Gastbeitrag von Tim</a> erschien zuerst auf <a href="https://lilaträume.de">Lila Träume</a>.</p>
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		<title>Gastbeitrag von Pia</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mathias]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Aug 2026 05:30:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gastbeiträge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir sitzen in Matzes Zimmer. Freiburger Straße. Es ist Wochenende und wir überlegen, ob wir lieber in die Nachtschicht, die Untere oder einfach auf die Neckarwiese gehen sollen. Matze mal wieder mit Krücken am Start. Auf dem Tisch steht natürlich eine Shisha, im Hintergrund läuft B2K „Bump, Bump, Bump“. Was wir damals für wahnsinnig gut [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lilaträume.de/gastbeitrag-von-pia/">Gastbeitrag von Pia</a> erschien zuerst auf <a href="https://lilaträume.de">Lila Träume</a>.</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Wir sitzen in Matzes Zimmer. Freiburger Straße. Es ist Wochenende und wir überlegen, ob wir lieber in die Nachtschicht, die Untere oder einfach auf die Neckarwiese gehen sollen. Matze mal wieder mit Krücken am Start. Auf dem Tisch steht natürlich eine Shisha, im Hintergrund läuft B2K „Bump, Bump, Bump“. Was wir damals für wahnsinnig gut hielten und peinlicherweise heute immer noch. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir reden über das Leben. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Naivität von zwei 16-Jährigen haben wir natürlich bereits ziemlich genaue Vorstellungen davon, wie das Leben funktioniert. Wir lachen viel. Eigentlich lachen wir fast immer. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir haben uns in der 5. Klasse kennengelernt. Noch mehr als die Zeit im Klassenzimmer hat uns aber die Zeit außerhalb davon verbunden. Wir waren Teil desselben Freundeskreises, und einen Großteil meiner verrücktesten, peinlichsten und prägendsten Jugenderinnerungen teile ich mit Matze. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir sind zusammen erwachsen geworden. Wir haben uns in ICQ verabredet, uns auf knuddels Rosen geschickt und auf limewire &#8222;I Don&#8217;t Wanna Know&#8220; von Mario Winans heruntergeladen. Wir haben uns an der Spaghetti-Säule verabredet, im Nachtbus Rundfahrten gemacht und sind durch den McDonald’s-Drive-in gelaufen. Eismaschine natürlich wieder mal kaputt. Wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass ich fast 25 Jahre später tausende Kilometer entfernt in New York sitzen und noch immer regelmäßig mit diesem Typen über das Leben philosophieren würde, hätte ich ihm wahrscheinlich nicht geglaubt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch weniger hätte ich geglaubt, was zwischen dieser sorglosen Zeit und heute alles passieren würde. Denn wenn ich auf Matzes Leben zurückblicke, denke ich nicht zuerst an die schwierigen Zeiten. Ich denke an all die Momente, in denen er es geschafft hat, über die tausenden Hürden zu springen – natürlich auf Krücken &#8211; und dabei meistens noch zu lachen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Als er sich den Fuß brach und sein größtes Hobby, Fußball, plötzlich ausfiel, hätte jeder andere vermutlich erst einmal die Auszeit im Bett verbracht und Trübsal geblasen. Matze nicht. Er war nahezu jeden Tag in der Schule, auf jeder Party und mit seinen Krücken unterwegs. Die bekamen irgendwann gefühlt ein eigenes „Stadtleben“-Profil. Und weil ihm das offenbar noch nicht genug war, halste er sich zusätzlich das Amt des Stufensprechers auf. Rückblickend war das vielleicht eine der ersten Lektionen, die ich von ihm gelernt habe: Ein Rückschlag ist ein Rückschlag. Aber er muss nicht entscheiden, was danach kommt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jahre später, ich saß in meinem Studentenzimmer in Stuttgart, kam der Anruf, an den ich mich bis heute sehr genau erinnere. Zwischen MRT und Arztbesuch rief mich Matze an und sagte eigentlich nur eins: Multiple Sklerose. Ich wusste damals nicht einmal genau, was das bedeutete. Also reagierte ich zunächst erstaunlich ruhig. Danach habe ich das Internet einmal komplett durchgelesen – Krankheitsverläufe, Erfahrungsberichte, Arztforen und natürlich auch die unangenehmste Frage: Was bedeutet das eigentlich für das Leben, das vor ihm liegt? Und wieder war da dieser Unterschied zwischen dem, was passiert, und dem, was Matze daraus macht. Er hat nie so getan, als wäre alles leicht. Aber er hat sich auch nie von einem schlechten Kapitel davon überzeugen lassen, dass die ganze Geschichte schlecht wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das zeigte sich später wieder bei seiner Hochzeit. Ausgerechnet Matze – für den „die Party“ eigentlich eine eigene Lebensdisziplin ist und der gefühlt auf zehn Hochzeiten im Jahr auftaucht – erlebt seine eigene Hochzeit mitten in Corona. Die große Feier in Polen: abgesagt. Dazu noch zum Altar zu humpeln: ebenfalls nicht ganz der ursprüngliche Plan. Aber auch daraus wurde kein verlorener Tag, sondern ein unvergesslicher. &#8211; Und dann kam die Geburt seiner Tochter. Ich erinnere mich noch genau, wie die beiden mich an meinem Geburtstag angerufen und mir erzählt haben, dass sie ein Kind erwarten. Neun Monate später, als es tatsächlich losging, kamen neue Sorgen und neue Hürden. Matze hatte Corona und durfte bei der Geburt nicht dabei sein. Bei der Geburt des eigenen Kindes nicht dabei sein zu können, war eine der wohl härtesten Situationen, die ich bei ihm erlebt habe. Und auch hier haben er und seine damalige Frau mit unglaublich viel Kraft versucht, aus einer beschissenen Situation das Beste zu machen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht ist genau das der rote Faden in Matzes Leben. Nicht, dass ihm alles leicht gefallen wäre. Sondern dass er sich immer wieder geweigert hat, die schwierigen Dinge zum Mittelpunkt seiner Geschichte zu machen. Und vielleicht ist das auch der Grund, warum ich ihn bis heute so gerne anrufe. Trotz der tausenden Kilometer zwischen New York und Heidelberg rufe ich Matze auf dem Weg zur Subway an, erzähle ihm, was bei mir gerade schiefläuft, und höre mir an, was bei ihm passiert ist. Und plötzlich fühlt es sich wieder an wie damals im Zimmer. Freiburger Straße. Matze anrufen ist für mich Tank aufladen. Er schafft es, mich auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen, mir einen Reality Check zu geben, mich zu motivieren weiterzumachen – und das Ganze meistens noch mit einem lustigen Spruch. Wir legen auf. Und ich grinse immer noch. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn ich heute auf fast 25 Jahre Freundschaft zurückblicke, finde ich es ziemlich absurd, wie viel Leben zwischen diesem Zimmer in der Freiburger Straße und der stickigen Subway in New York liegt. Wir haben uns als Kinder kennengelernt. Wir haben zusammen gelacht, gefeiert, gelitten und wahrscheinlich deutlich mehr schlechte Entscheidungen getroffen, als hier erwähnt werden sollten. &#8211; Und irgendwo zwischen all diesen Jahren ist aus einem Jungen, der in der 5. Klasse neben mich gesetzt wurde, jemand geworden, der mich bis heute motiviert und inspiriert. Ein Anruf genügt, und ich sitze wieder in diesem Zimmer. Mit Matze, einer Shisha und der Gewissheit: Wir kriegen das schon hin. Mit einem Lächeln.<br></p>
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		<item>
		<title>Mein Umgang mit Matzes Diagnose &#8211; von Julia Peters</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Mathias]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Dec 2019 16:41:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gastbeiträge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Matze und ich kennen uns bereits seit der Schulzeit und wie ich gerade errechnet habe, feiern wir dieses Jahr 10-jähriges. 10 Jahre Freundschaft, voller verrückten und lustigen gemeinsamen Momenten, für die ich unglaublich dankbar bin. Meine erste Erinnerung an unsere Freundschaft ist ein entspannter Shisha Abend bei ihm zu Hause. Plötzlich bekommt Matze nach Mitternacht [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lilaträume.de/mein-umgang-mit-matzes-diagnose-von-julia-peters/">Mein Umgang mit Matzes Diagnose &#8211; von Julia Peters</a> erschien zuerst auf <a href="https://lilaträume.de">Lila Träume</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Matze und ich kennen uns bereits seit der Schulzeit und wie ich gerade errechnet habe, feiern wir dieses Jahr 10-jähriges. 10 Jahre Freundschaft, voller verrückten und lustigen gemeinsamen Momenten, für die ich unglaublich dankbar bin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Meine
erste Erinnerung an unsere Freundschaft ist ein entspannter Shisha
Abend bei ihm zu Hause. Plötzlich bekommt Matze nach Mitternacht
Lust auf einen McFlurry. Gesagt-Getan: Innerhalb von 5 Minuten saßen
wir im Auto auf dem Weg zu McDonalds. Diese Erinnerung beschreibt
Matze generell ziemlich gut. Er ist einer der abenteuerlustigsten
Menschen die ich kenne. Dumme Ideen gibt es in Matzes Leben nicht,
denn er hat die Gabe mit seinem lustigen Wesen, selbst die
schlechtesten Ideen in die Besten zu verwandeln. 
</p>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere spontane Erinnerungen die mir gerade hochkommen sind nächtliche Anrufe an Donnerstagen und Samstagen, welches die Abende waren an denen Matze in seinem Lieblingsladen feiern war. Die Begrüßungen am Telefon waren z.B. „Ehy Julia, komm mich abholen, aber mit dem Bobbycar bitte!“, „Tschuliaaaa, komm wir gehen frühstücken-ich backe uns Brezeln“, oder „Julia, hol uns mit deinem Flatscreen Fernseher ab.“  Oder wie Matze an Fasching im Zwergenkostüm seine Schuhe verlor und in den frühen Morgenstunden nach einer wilden Feierei, 10km barfuß im Schnee direkt in die Schule zum Fußballturnier spazierte. Ich könnte unendlich weiter erzählen, denn fast jede Erinnerung an Matze bringt mich wieder zum Lachen.  </p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine
Erinnerung die mich nicht zum Lachen bringt, ist diejenige, als er
mich anrief um mir von seiner Diagnose zu erzählen. Einige Wochen
vorher hatten wir noch gemeinsam Silvester gefeiert und waren auf dem
Weg zum Feuerwerk, als seine gesamte linke Körperhälfte krampfte
und er in Schräglage weiterlaufen musste. Ich bat ihn noch seinen
Rücken mal abchecken zu lassen, es könne ja ein Bandscheibenvorfall
sein.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zwei Wochen später kam der Anruf . Und wenn es eine Sache gäbe die ich rückgängig machen könnte, wäre es meine Reaktion darauf. Es war die unpassendste die ich hätte geben können: „Waaaaaaas? Fuuuuck Matze! Das tut mir unendlich Leid! Scheiße man..“. Genau solche Reaktionen wie meine, lösten Horrorszenarien und schlimme Gedanken in Matze aus, der gerade eine Diagnose bekam und selber noch gar nicht wusste, was es genau ist und für ihn bedeutete. Dank seiner Ehrlichkeit war das ein riesen Lernfaktor für mich: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em>Reagiere nicht mit purem Schock, wenn du selber nicht sicher bist, was es überhaupt bedeutet.  </em></p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Heute wäre meine Reaktion definitiv eine ganz andere, der Grund dafür ist Matze und sein Umgang mit der Krankheit. Er hat mir gezeigt, dass man MS unter Kontrolle halten und gut damit leben kann. Er ist nach wie vor einer der positivsten Menschen die ich kenne, voller Abenteuerlust und Spaß am Leben. </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Anstatt zu hören, dass es ihm schlecht ging, erzählte Matze mir immer nur über seine Fortschritte und was er wieder machen könne. </p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Ganz egal was kam, er schaffte es immer wieder aufzustehen und nach vorne zu schauen – ein wahres Stehaufmännchen eben. Ein Stehaufmännchen, von dem sich jede und jeder eine Scheibe abschneiden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://lilaträume.de/wp-content/uploads/2019/12/c56d1912-519e-43a6-a87f-3ea92545fbc9.jpg" alt="" class="wp-image-249" srcset="https://lilaträume.de/wp-content/uploads/2019/12/c56d1912-519e-43a6-a87f-3ea92545fbc9.jpg 768w, https://lilaträume.de/wp-content/uploads/2019/12/c56d1912-519e-43a6-a87f-3ea92545fbc9-225x300.jpg 225w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Matze mit einem Kumpel zu Besuch bei mir in Maastricht 🙂</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Geschrieben von Julia Peters.</strong></em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lilaträume.de/mein-umgang-mit-matzes-diagnose-von-julia-peters/">Mein Umgang mit Matzes Diagnose &#8211; von Julia Peters</a> erschien zuerst auf <a href="https://lilaträume.de">Lila Träume</a>.</p>
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		<title>#nevergiveup</title>
		<link>https://lilaträume.de/nevergiveup/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Mathias]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Nov 2018 11:33:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gastbeiträge]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gastbeitrag von Tim Brückner Ich weiß es noch, als ob es gestern war, als ich von Matze ́s Erkrankung erfahren habe. Ich lag im Bett und habe eine Instagram Story gesehen, in der er markiert wurde mit dem Hashtag „nevergiveup“. Ich lag im Bett und dachte mir „Oh man. Hat sich der Kerl schon wieder [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lilaträume.de/nevergiveup/">#nevergiveup</a> erschien zuerst auf <a href="https://lilaträume.de">Lila Träume</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><em>Gastbeitrag von Tim Brückner</em></h2>
<p>Ich weiß es noch, als ob es gestern war, als ich von Matze ́s Erkrankung erfahren habe. Ich lag im Bett und habe eine Instagram Story gesehen, in der er markiert wurde mit dem Hashtag „nevergiveup“. Ich lag im Bett und dachte mir „Oh man. Hat sich der Kerl schon wieder irgendwas beim Sport gerissen? Der klassische Kreuzbandriss? Oder mal wieder das Handgelenk gebrochen?“ Daraufhin habe ich ihn relativ locker angeschrieben und ihn gefragt, was denn dieses mal gerissen sei. Kurze Zeit später kam die Antwort, dass ihm MS diagnostiziert wurde. Als ich die Nachricht bekam, lief es mir eiskalt den Rücken runter, da ich durch ein freiwilliges soziales Jahr beim Roten Kreuz noch gut in Erinnerung hatte, wie heftig diese Krankheit verlaufen kann. Ich schrieb ihm noch, dass er auf jede Unterstützung von mir bauen kann und wenn er etwas braucht, bin ich für ihn da. Bis zum heutigen Tag, kann ich sagen, dass Matze nie zu mir kam um mich um etwas gebeten hat. Alles was ich seit der Diagnose mit Mathias erleben durfte, ließ mich jedes mal aufs Neue vergessen, welche harte Wendung sein Leben vor nicht all zu langer Zeit genommen hat. Ich habe mir lange überlegt, wie ich diesen „Gastbeitrag“ gestalten möchte. Ich, der Mathias nun mehr seit knapp 10 Jahren kennt, möchte euch allen den Mann hinter diesem Blog näher bringen. Alle, die ihn kennen, werden die nächsten Zeilen vermutlich mit einem leichten Lächeln auf den Lippen lesen und zustimmend nicken. Für alle die, die ihn nicht kennen. Das ist Mathias Fuzon!</p>
<p>Mathias oder wie ihn seine Freunde eigentlich nur nennen „Matze“ bzw. „Fuzon“ ist ein Freund der Sorte &#8211; Freund fürs Leben. Auch, wenn er vielleicht häufiger als andere Menschen herbe Rückschläge in seinem Leben hinnehmen musste, wie schwere Sportverletzungen oder eben seine Krankheit, hat ihm das nie die Lebenslust geraubt. Trotz allen Hindernissen gibt es kaum einen Menschen, mit dem ich so häufig ausgiebig gelacht habe, wie mit Matze. Seine Charakterstärke und die unbändige Lust ein erfülltes Leben mit seiner Familie, seiner Freundin Shima oder seinen Freunden zu haben, ließ ihn jede Hürde seines Lebens mit beachtlicher Leichtigkeit nehmen. Wenn ich auf die vergangenen 10 Jahre zurückschaue, fallen mir einige Momente ein, in denen ich mich immer auf ihn verlassen konnte.</p>
<p>Als mein Fußball-Trainer hat er mir zwei Jahre wahnsinnig viel Vertrauen entgegen gebracht, auch in Phasen, in denen es vielleicht nicht so gut lief. Und ich denke, alle die jemals unter ihm trainieren durften, werden bestätigen, dass er niemals einen Spieler einfach so hängen lässt. Durch seine positive Art auf und neben dem Platz, gelang es ihm immer wieder seine Spieler zu den Leistungen zu bringen, die er sich von ihnen erwartet hatte. Ich hoffe wirklich, dass ich noch mal die Chance bekomme unter ihm zu trainieren., denn diese zwei Jahre bei der SG Kirchheim waren schon ziemlich gute Jahre. Viel wichtiger sind allerdings die Erinnerungen abseits des Platzes. Wie ich kürzlich bei Facebook lesen konnte, sind Mathias und ich nun seit neun Jahren auf Facebook befreundet. Eine ziemlich lange Zeit. Eigentlich mein ganzes Erwachsenen-Leben. Daher gibt es unzählige Moment. Von wilden Partynächten, zu entspannten Abenden mit Fußball und Shisha bis hin zu einer kurzen Zeit der beruflichen Überschneidung. Auch, wenn alle Tage mit ihm verschieden abgelaufen sind und unterschiedliche Inhalte hatten, hatten die Tage trotzdem alle eins gemeinsam &#8211; Matze mit einem Lachen im Gesicht.</p>
<p>Ich möchte hier jetzt auch nicht zu tief in die Materie vordringen, diese neue Datenschutzverordnung erlaubt es mir leider nicht. Allerdings, kann ich abschließend sagen, dass Matze Fuzon für mich ein absolutes Vorbild ist. Ich bin ihm wirklich sehr dankbar, dass wir unsere Freundschaft über diesen langen Zeitraum wirklich auch noch weiterhin pflegen.</p>
<p>Ich hoffe, dass er uns alle noch sehr lange mit seinen dummen Ideen zum Lachen bringt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://lilaträume.de/nevergiveup/">#nevergiveup</a> erschien zuerst auf <a href="https://lilaträume.de">Lila Träume</a>.</p>
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